«

»

Beitrag drucken

8. Tag: Interview mit C.M. Singer

Willkommen zum 8. Tag der „…und der Preis ist dein Leben“-Blogtour!

Stell dich doch bitte kurz vor.
Ich heiße Claudia, bin 37, gebürtige Münchnerin und habe einen Faible für Abenteuer, Romantik und alles Übersinnliche.

Wann hast du denn deine Leidenschaft für das Schreiben entdeckt?
Beruflich schreibe ich seit über 10 Jahren – allerdings nur fachbezogene Texte.  Schreiben als Hobby habe ich vor etwa 3,5 Jahren eher zufällig für mich entdeckt.

Wann und wo schreibst du denn am liebsten?
Wenn es nach mir ginge, würde ich den ganzen lieben langen Tag durch schreiben… aber leider habe ich noch einen Hauptjob, der die Miete bezahlt. Das bedeutet: geschrieben wird am Abend, am Wochenende oder im Urlaub.  Wenn es das Wetter zulässt, sitze ich dafür auf dem Balkon, gerne auch bis spät in die Nacht und umringt von Kerzen. Wenn es aber zu kalt ist, mache ich es mir mit meinem Laptop auf der Couch bequem.

Hast du irgendwelche Schreibrituale?
Nein, ein festes Ritual gibt es nicht. Ich lasse mich sehr leicht ablenken – schreiben im Café fällt somit leider aus – aber ohne Musik kommt meine Muse nicht in Schwung. Ich brauche also mein Wohnzimmer oder meinen Balkon und meinen  iPod, auf dem sich der Ordner „Writing Songs“ mit über 200 Songs befindet. Sozusagen ein Soundtrack. Einen Auszug davon gibt es auf Youtube.

Ist “…und der Preis ist dein Leben” dein Erstlingswerk oder gab es vorher schon Kurzgeschichten oder sogar ganze Romane, die du geschrieben hast?
Es ist mein absoluter Erstling. Abgesehen von Schulaufsätzen gab es davor keine nicht-berufsbezogenen Texte von mir. Allerdings habe ich in meinem Kopf schon immer „geschrieben“.  Egal, ob ich nun die Geschichten meiner Lieblingsbücher und -filme weiter gesponnen oder mir Dialoge für meine Helden ausgedacht habe. Nur zu Papier gebracht habe ich diese Geschichten nicht.

Wie lange hast du denn für “…und der Preis ist dein Leben” gebraucht?
Ziemlich genau 2 Jahre.

Wie bist du auf die Idee gekommen, diese Geschichte zu schreiben?
Geistergeschichten faszinieren mich seit meiner Jugend. Ich finde, dass ihnen ein sehr dramatisches, tragisches und nicht zu vergessen romantisches Potenzial innewohnt, das noch nicht so abgenutzt ist wie bei Vampiren, Werwölfen oder Engeln. Mich fasziniert das Thema der „Liebe über den Tod hinaus“ und ich wollte zeigen, wie das „Leben mit einem Geist“ wohl aussehen könnte – mit all seinen tragischen wie amüsanten Nebeneffekten. Und nachdem ich Abenteuer und Murder-Mysterys liebe, durfte dieser Aspekt in der Story natürlich nicht fehlen.

War “…und der Preis ist dein Leben” von vornherein als Trilogie geplant?
Nein, es basiert auf einem umfangreichen Manuskript, das der Verlag aus wirtschaftlichen Gründen geteilt hat.

Wie verlief die Verlagssuche?
Es war ein steiniger Weg, der sich über mehrere Monate erstreckte. Natürlich habe ich zuerst bei den einschlägig bekannten Verlagen  angeklopft, von denen viele gar nicht, und die meisten mit einer nichtssagenden Standardabsage geantwortet haben. Dann wurden die angeschriebenen Verlage immer kleiner und die Absagen immer konkreter. Einige Verlage haben mir geantwortet, dass Ihnen das Konzept und die Schreibe zwar generell gefallen, das Manuskript für ein Erstlingswerk aber deutlich zu umfangreich wäre und sie das Risiko einer Veröffentlichung nicht tragen könnten.

AAVAA war der erste Verlag, der auf die Idee kam, aus dem Manuskript drei Bände zu machen und mir einen Vertrag angeboten hat.

Du beschäftigst dich in “…und der Preis ist dein Leben” mit spirituellen Themen wie z.B. Geistern oder Kulten. Interessierst du dich auch selbst dafür?
Auf jeden Fall. Manche Themen ziehen sich bei mir durchs Leben wie ein roter Faden. Paranormales, Religionen, Kulte und Magie haben mich schon immer interessiert. Vieles, was mich von Jugend an geprägt und begeistert hat, ist wie von selbst zur Zutat der Story geworden.

“…und der Preis ist dein Leben” spielt in London und Umgebung. Warst du
selbst schon dort? Was bedeutet die Stadt für dich?
Ich liebe die britischen Inseln und ganz besonders London. Ich bezeichne mich selbst gerne als anglophil, denn aus Gründen, die ich selbst nicht genau nachvollziehen kann, liebe ich Land, Leute, Humor, Musik, Literatur, Geschichte und … festhalten … sogar das Wetter!  Ab und zu denke ich mir, dass ich in einem früheren Leben auf der Insel gelebt haben muss, so verbunden fühle ich mich mit England. Ich versuche so oft wie möglich ein langes Wochenende dort zu verbringen und mittlerweile kenne ich London fast ebenso gut wie meine Heimatstadt München.

Wie haben sich deine Recherchen gestaltet?
Meine Quellen waren ein Stapel Bücher, das Internet, Filme und Gespräche mit einer praktizierenden Wicca-Hexe. Séancen gehörten leider nicht dazu, aber die kommen ja vielleicht noch 😉

Genaue Recherche war für mich sehr wichtig, denn ich wollte eine  möglichst solide Faktenbasis schaffen, auf die der fiktive Teil der Story aufbaut. Der historische Kern des indischen Kultes zum Beispiel beruht auf Tatsachenberichten. Basierend auf Mythen und Legenden, die sich um die Kultanhänger ranken, habe ich ihr Wirken bis in die heutige Zeit weiter gesponnen. Eingebaute Hintergrundinformationen, wie Harry Houdinis Kampf gegen falsche Spiritisten oder die angebliche Entstehung eines preisgekrönten Poesiebandes mit Hilfe von Ouija-Mitteilungen entsprechen ebenfalls den Tatsachen und können nachgelesen werden. Auch die beschriebenen okkulten und rituellen Praktiken sind gründlich recherchiert, allerdings habe ich hier in großen Teilen zugunsten der Handlung dramatisiert und ausgeschmückt.

Musik spielt in Daniels Leben oder eher Dasein eine große Rolle. In deinem auch?
Oh ja, eine riesengroße Rolle! Ohne Musik läuft bei mir gar nichts, nicht nur beim Schreiben.  Der richtige Song kann meine Emotionen, meine Stimmung unterstreichen, aber auch komplett verändern. Wenn möglich, läuft bei mir immer Musik, selbst in der Arbeit.  Und ich singe auch ständig und überall mit. Diesen Charakterzug hat Danny eindeutig von mir, und wie er treibe auch ich meine Kollegen und Freunde gelegentlich damit in den Wahnsinn. Wobei Danny eindeutig besser singen kann als ich…

Neben den Frauen empfinden Daniel und sein Partner Tony eine tiefe Zuneigung zu ihren Autos. Was für ein Schätzchen fährst du denn?
Ich habe mir kürzlich ein cremefarbenes Mégane Cabrio zugelegt. Er ist leider kein Oldtimer mit Charakter und auch kein schicker Aston Martin, aber immerhin hat er einen Namen: Flo. Ja, auch erwachsene Frauen geben ihren Autos Namen 😉

Hast du schon etwas neues geplant? Oder schreibst du vielleicht an einer Fortsetzung?
Nach drei Kurzgeschichten, die direkt an „…und der Preis ist dein Leben“ anschließen, schreibe ich nun an der Fortsetzung. Arbeitstitel: „ …und der Preis ist deine Seele“. Ich verspreche, es wird wieder spannend!

Glaubst du an eine Liebe, die über den Tod hinaus geht?
Ja, ganz fest 🙂 Ich glaube an eine unsterbliche Seele und an die große Liebe. Also muss sie auch über den Tod hinaus bestehen bleiben (können), oder? Alles andere wäre doch unfair…

Liest du selbst gerne? Wer ist deine Lieblingsautorin/dein Lieblingsautor? Und welches dein Lieblingsbuch?
Ich lese wahnsinnig gerne, auch wenn mittlerweile viel meiner Lesezeit fürs Schreiben geopfert wird.  Ich habe keinen Lieblingsautor per se, aber ich besitze jedes Buch von Neil Gaiman und Stephen Fry. Britische Fantasy und Britischer Humor at it´s best! Außerdem lese ich die Bücher von Douglas Preston/Lincoln Child sehr gerne, weil mich deren Verwebung von fantastisch anmutenden Fakten mit Fiction fasziniert. Und natürlich dürfen  J. K. Rowling und Stephenie Meyer hier nicht fehlen, deren Bücher mich regelrecht mit einem Bann belegt haben und für die ich mich über ganze Wochenenden hinweg daheim abgeschottet habe und niemanden sehen oder hören wollte!

Stell dir vor, “…und der Preis ist dein Leben” wird verfilmt. Wer ist deiner Meinung nach die ideale Besetzung?
Das wird doch hoffentlich ein Hollywood-Film! Oder zumindest eine Britische Produktion 😉

Liz, Sue und Wood sind am leichtesten zu besetzen. Liz sieht für mich aus wie Rachel McAdams, Sue wie Zoey Deschanel und Wood war von Anfang an Daniel Craig. Für Sans würde ich mir Michelle Pfeiffer wünschen und Sir Thomas würde ich mit Sean Connery besetzen (mit Toupet!) Riley wird von einem aufstrebendem Jungschauspieler verkörpert. Aber Danny… der ist schwierig. Er müsste den Körperbau von Hugh Jackman haben und das lausbubenhafte Gesicht von David Tennant. Bekommen das die Jungs von den Special Effects hin?

Wie siehst du dich denn in 5 Jahren?
Auf irgendeinem Balkon oder einer Terrasse in Italien oder England vor meinem Laptop sitzend und an einem Bestseller schreibend *träum*

Morgen geht es weiter auf Buchverliebt.


Im oberen Text versteckt sich 1 roter Buchstabe.
Am Ende werdet ihr 10 Buchstaben erhalten, aus denen ihr ein Lösungswort bilden könnt. Wenn ihr dieses gefunden habt, füllt bitte das folgende Formular aus. Wenn ihr wissen möchtet, was es zu gewinnen gibt, schaut auf der Phantastikinsel vorbei 😉
Wer Probleme bei der Zusammensetzung der Buchstaben hat – am 29.04. wird es bei Buchverliebt  2 Hinweise für das Lösungswort geben.

Share and Enjoy:
  • Print
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • Add to favorites
Send to Kindle

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://little-dhampir.de/2012/04/28/8-tag-interview-mit-c-m-singer/

1 Ping

Kommentare sind deaktiviert.

banner