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„Pulverdampf“ von Vroudenspil

Künstler: Vroudenspil
Albumtitel: Pulverdampf
Erscheinungsdatum: 19. April 2013
Label: Totentanz Records (Alive)
ASIN: B00BS7Y4K6


Zwei Jahre lang haben wir gewartet – nun sind Vroudenspîl mit einem neuen Album zurück!
„Pulverdampf“ heißt die neue Scheibe und verspricht erneut ein lustiges Album zu werden, denn die 7 Jungpiraten haben erneut mächtig Gas gegeben und die Segel gehisst, um weiterhin die sieben Weltmeere zu bereisen.
Mit „Ruf der Seele“ geht es direkt mit dem gewohnten Piratensound der Münchner Freibeuter los. Und was gibt es besseres, als sich direkt mit einem ultimativen Ohrwurm auf die Reise zu begeben? Garantiert wird, dass man Ratz‘ kratzige Stimme den Rest des Tages nicht mehr aus dem Kopf bekommen wird.
„Stürz den Becher“ beschäftig sich mit dem wohl bekanntesten deutschen Piraten – dem sagenumwobenen Störtebecker. Wurde ja auch Zeit, dass sich Vroudenspîl auch mit ihm beschäftigen, schließlich ist er DER Pirat überhaupt.
„Weißes Rauschen“ gefällt mir sehr gut, da Ratz zwischendrin auch einmal zu singen beginnt, statt wie gewohnt vor sich hin zu krächzen. Dies gehört zwar voll und ganz zu Vroudenspîl dazu, doch ab und an ein wenig stimmliche Abwechslung tut dem Album wirklich gut.
„Der Fluch“ gefällt mir aus den gerade erst genannten Gründen besonders gut. Ratz hat eine echt schöne Singstimme und sollte diese gerne öfter benutzen 😉 Auch der Refrain hat wieder einen tollen Ohrwurm-Charakter und trotz seiner Tragik ist es doch ein sehr schöner Song.
„Reise nach Tortuga“ ist irgendwie schräg. Beim Hören dieses Lieds fühle ich mich irgendwie immer wieder, als hätte ich gerade eine Flasche Rum vernichtet.
„In der Halle des Dattelschnapskönigs“ klingt komisch, ist aber so. Dies ist der ultimative Trinksong auf diesem Album und macht einfach Spaß. Genauso komisch, wie der Titel des Liedes klingt, ist es auch.
Ein Album kann nicht nur aus guten Songs bestehen – „Lebensglut“ ist für mich das kleine schwache Glied auf dieser Reise.
Mit „Tanzt!“ folgt wiederum ein weiteres Highlight. Wer bei diesem Lied noch stillstehen kann, hat eindeutig nicht ganz alle Latten am Zaun.
Beim „Plankentango“ geht es um genau das, was passiert, wenn man einem Piraten seinen Rum klaut – über Bord mit ihr! Böse, böse…!
„12 Pfund“ ist erneut ein absoluter Ohrwurm. Eine Melodie, die sich im Kopf festsetzt und einen so schnell nicht mehr loslässt. Auch dieses Lied mag ich richtig gerne.
Nun sind wir auch schon beim letzten Lied von „Pulverdampf“ angekommen. „Land in Sicht“ beginnt mit einer Melodie, die mich ein wenig an die ruhigeren Passagen von „Weißes Rauschen“ erinnert. Mit dieser schönen Ballade endet ein weiteres Piratenabenteuer der lustigen Freibeuter Vroudenspîl.
Obwohl mir der Vorgänger „Tote Narren“ einen Ticken besser gefällt, haben Vroudenspîl erneut ein stimmungsvolles und tanzbares Album mit Ohrwurmcharakter geschaffen, das zudem auch sehr gut durchdachte Texte beinhaltet. Auch die Aufmachung der CD ist sehr gelungen. Das Booklet weist ein großartiges Artwork auf und auch die CD-Hülle selbst ist sehr chic (Ja, im ernst. Beim Auspacken entfuhr uns erstmal ein „Oooooh wie hübsch!“). Beim heraus nehmen der CD wird man noch von einem Nietzsche-Zitat begrüßt und kann sich an der guten Qualität des Gesamtwerkes erfreuen. Sowohl optisch, als auch inhaltlich kann „Pulverdampf“ auf jeden Fall überzeugen.

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