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Piano Soul Bar in Kaiserslautern

sunHeute war unser Ausflugsziel zur Abwechslung mal nicht Saarbrücken, denn wir sind bereits 80 km vorher von der Autobahn abgefahren. Grund dafür waren Piano Soul Bar and Friends, die den alljährlich stattfindenden „Jazz-Sommer“ am Bremerhof mit ihrem Auftritt abschließen sollten.
Was als Tagesausflug nach Kaiserslautern beginnen sollte, endete erstmal in einem kleinen Pseudo-Ehe-Drama, da Frau sich die Route mal wieder nicht so ganz genau überlegt und sich somit ein wenig verplant hatte. Nachdem ich gestern Abend mit meiner Mutter bereits alle wundervollen Sehenswürdigkeiten von Kaiserslautern, die Wikipedia so ausspuckte, durchgekaut habe (es gibt tatsächlich mehr als acht Brunnen dort! Ich versprach ihr, jeden einzelnen zu fotografieren und anschließend zu mailen), war eigentlich geplant, das Auto am Bremerhof abzustellen und danach noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Wer konnte denn ahnen, dass der Bremerhof sich mitten im Wald hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen befand?! Also machte das Krümelmonster einen monstermäßigen Aufstand, dass er nicht shoppen gehen wolle, ich mir aber gerne etwas aussuchen kann, was wir uns anschauen möchten. Da wir allerdings absolute Kulturbanausen sind, entschied ich mich gegen die 8-Brunnen-Tour und musste somit meiner Mutter das Herz brechen. Nach langem Gezicke, Gemecker und Gemuhe schafften wir es schließlich doch noch, um kurz vor 16 Uhr in Richtung Kaiserslautern aufzubrechen – natürlich nicht, ohne vorher nochmal zu kochen (Zitat Krümelmonster um 15 Uhr: „Ich hab HUNGAAAA!“).andy
Die Autobahn war natürlich randvoll mit Pendlern und kostete uns so manchen Nerv. Ein Glück, dass das Krümelmonster gefahren ist, sonst wäre ich irgendwann ausgestiegen, um die Autos vor uns selbst anzuschieben. Unterwegs wurde dem neuen Album von Saltatio Mortis „Das schwarze IxI“ gelauscht und „Aaaaand theee suuuun is shiiihiiiiiiing“ von Andy Kuntz‘ „Abydos“ durfte natürlich auch nicht fehlen. In Kaiserslautern angekommen, schickte uns das Navi nochmal kreuz und quer durch die ganze Stadt und wollte schließlich, dass wir wenden. HÄ?! Natürlich kamen wir nochmal in den Berufsverkehr und konnten uns die wundervollen Straßen im Schritttempo ganz genau ansehen. Irgendwann fuhren wir dann eine holprige Straße entlang und alea-mechanterreichten schließlich doch noch den Bremerhof. Wir hatten ja keine Ahnung gehabt, wie riesig dieser Biergarten ist! Und voll besetzt war er auch noch, weswegen wir gerade so noch einen recht netten Platz mit halbwegs gutem Blick auf die Bühne ergattern konnten. Dazu sei gesagt, dass der Bremerhof wirklich richtig schön ist – wer zufällig mal in der Nähe ist, sollte ihm mal einen Besucht abstatten. Das Essen dort war übrigens auch richtig lecker!
Ein wenig später kam noch Ro angewankt, die es nach ihrem ziemlich stressigen Tag doch noch nach Kaiserslautern geschafft hat. Ein wenig verspätet begann um 19:20 Uhr das Programm mit einem gut gelaunten Andy Kuntz, der zusammen mit Vanden Plas-Bandkollege Günter Werno Piano Soul Bar darstellt. Außerdem mit dabei hatten sie Saltatio Mortis-Frontmann Alea der Bescheidene alias Jörg Roth, sowie dessen Bandkollegen Jean Méchant und den großartigen andy2Burdette L. Becks II. Gemeinsam und auch Solo performten sie großartige Songs wie z.B. „Too close“ von Alex Clare (bekannt aus der Internet Explorer-Werbung), „Johnny B.“ von den Hooters, „Fragile“ von Sting, „Angels“ von Robbie Williams, „I still haven’t found what I’m looking for“ von U2 oder auch „Hallelujah“ von Leonard Cohen.
Ich glaube, es war gegen 9, als Piano Soul Bar and Friends eine kleine Pause einlegten, ehe es in den Endspurt ging. Das Publikum war unheimlich gut gelaunt, tanzbereit und ließ sich relativ gut animieren.
Andy Kuntz‘ „Seid ihr noch da?“, wurde vom Krümelmonster allerdings verneint, da die arme Ro

ro-afk

schlafend auf dem Tisch lag und er darauf hinweisen musste, dass „Ro afk ist“. Sorry, aber der Anblick war einfach zu lustig ^^
Vom Publikum wurden zwei Zugaben gewünscht und mit „Dance with somebody“ von Mando Diao endete ein richtig toller musikalischer Abend. Nur allzu gern hätte die tobende Meute noch mehr gehört, doch irgendwann muss leider auch Schluss sein.
Richtig cool fanden wir, dass einige Songs von Alea mit dem Dudelsack verstärkt wurden, was auf den ersten Blick doch etwas ungewohnt erschien und doch richtig gut passte! Auch ist man von seinem Dasein als Saltatio Mortis-Frontmann nicht gerade das beste Englisch gewohnt (wir haben auf der Hinfahrt sehr über „My Bonnie Mary“ gelacht… ist das finnisch?andy-alea Schwedisch? Oder Troll?!). Heute hat man aber tatsächlich englische Wörter heraushören können und er hat damit bewiesen, dass er doch der englischen Sprache mächtig ist! Es war außerdem eine große Überraschung, solch alltägliche Lieder, die man großteils aus dem Radio kennt, aus seinem Munde zu hören. Wow!
Obwohl wir den Altersdurchschnitt an diesem Abend deutlich gesenkt haben, war es trotzdem wieder ein großes Vergnügen, Piano Soul Bar zu lauschen. Andys Kommentar „Stellt euch vor, wir sind bei Rock am Ring“ hat uns angesichts dieser Tatsache sehr zum Lachen gebracht. Nach dem letzten Auftritt, den wir in Saarbrücken mit den „Rocky Horror Allstars“ gesehen haben, war es auch sehr erfreulich, dass das Publikum so aktiv mitgemacht hat. Vielen Dank für den tollen Abend! 😉

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2 Kommentare

  1. E. L.

    Deine Rezi klingt überzeugend, spannend, aber auch lustig.
    Ich kann mir denken, das ihr einen Super entspannten Abend hattet.
    L. G.
    Mu.

  2. CasusAngelus

    Alea im Hemd ist ja echt mal ein ungewöhnlicher Anblick xD Schade eigentlich 😉 Aber dafür hat Andy ja richtig richtig tolle Haare <3 Klingt auf jedenfall nach nem tollen Abend, bei dem ich auch gern gewesen wäre 🙂

Kommentare sind deaktiviert.

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