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Band 2: „Rush of Love – Erlöst“ von Abbi Glines

Titel: Rush of Love – Erlöst
Autor: Abbi Glines
Originaltitel: Never too far
Übersetzer: Heidi Lichtblau
Erscheinungsdatum: 2013
ISBN: 978-3492304375
Seitenanzahl: 272
Verlag: Piper

Inhalt:
Nach der furchtbaren Erkenntnis, dass ihr ganzes Leben nur aus Lügen bestand, hat Blaire Wynn Rosemary und somit auch Rush verlassen und ist in ihre alte Heimat Sumit zurück gekehrt, wo sie vorerst bei der Großmutter von Cain, ihrem Exfreund, unterkommt. Doch sie muss schon nach kurzer Zeit feststellen, dass sie ein Baby von Rush erwartet und ist fest entschlossen, es alleine zu schaffen. Allerdings sucht ihre beste Freundin Bethy eine Mitbewohnerin für ihre neue Wohnung und kommt extra nach Sumit, um Blaire zu überreden, mit ihr zurück nach Rosemary zu kommen. Da sie sonst keine Perspektive hat und Cain ebenfalls in Rosemary gestrandet ist, bleibt Blaire fast nichts anderes übrig, als sie zu begleiten. Genauso wie sie leidet Rush sehr unter der Trennung und ist ein vollkommen anderer Mensch geworden. Von dem arroganten Rockstar-Sohn ist nicht mehr viel übrig geblieben. Nun liegt es an Blaire, ihm von ihrer Schwangerschaft zu erzählen.

Fazit:
„Erlöst“ ist der zweite Band der „Rush of Love“-Trilogie von Abbi Glines.
Ich möchte diesmal gar nicht lange um den heißen Brei herum reden. Nachdem mich der erste Band „Verführt“ mich in wilde Begeisterungsstürme hat ausbrechen lassen, ist der zweite Band mehrmals durch den Raum geflogen und unsanft an der Wand gelandet. Und wer mich kennt, weiß, dass ich sonst sehr, sehr sorgsam mit meinen Büchern umgehe.
Blaires Leben erinnert sowieso schon an einen Trümmerhaufen und nun ist sie auch noch schwanger. Soll sie es Rush sagen? Soll sie es verschweigen? Was passiert, wenn er es erfährt? Wird er sie erst recht verlassen? Wird er bei ihr bleiben? Ist sie überhaupt gut genug für ihn? Seine Familie hasst sie – er mag sie doch viel lieber? Seine Schwester steht an erster Stelle, aber vielleicht entscheidet er sich doch für sie? Aber wenn sie doch nicht gut genug für sie ist? Sollte sie nicht lieber ganz abhauen? Oder doch bleiben? Aber liebt er sie überhaupt? Wird er sich um das Baby kümmern? Wird er zu ihr stehen? Wird er – AAAAAARRRRRGHHHH!!
Wenn ich das Buch in einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es „Zweifel“. Denn es ist voll davon. Blaire ist nur am Zweifeln, Rush ist nur am Zweifeln, Bethy zweifelt an der Beziehung der beiden, Wood ist am Zweifeln – es ist alles zum VERZWEIFELN!
Der blasse rote Faden, der im Hintergrund vor sich hin verläuft, ist der einzige Grund, warum ich dieses Buch nicht abgebrochen habe, denn ich will noch immer wissen, wie es mit den beiden denn nun ausgehen wird. Wahrscheinlich stürzen sie sich in ihrer Verzweiflung noch von der Bettkante. Vor allem gegen Ende sank die Zuneigung zu diesem Buch auf einen ultimativen Tiefpunkt, denn die Handlungen der beiden waren einfach nur noch dumm.
Im ersten Band habe ich den lockeren Schreibstil der Autorin gelobt. In diesem Band kam es mir so vor, als sei die Übersetzung förmlich hingerotzt worden. Wörter, die man in der Umgangssprache nicht verwendet (ich musste das Wort „pofen“ tatsächlich erst mal im Duden nachschlagen) und Sätze, bei denen man denkt, eine Drittklässlerin habe sie geschrieben, haben den Lesefluss ziemlich gestört.
Es gibt eine ziemlich starke familiäre Entwicklung, die leider in einem einzigen Satz erwähnt wird. Das finde ich unheimlich schade.
„Erlöst“ ließ mich unheimlich enttäuscht und vor allem genervt zurück und es ist nur meiner Neugier zu verdanken, dass ich den dritten und somit letzten Band der Blaire vs. Rush-Saga trotz allem noch lesen werde. So viel Potential wurde einfach verspielt und ich kann einfach nicht nachvollziehen, was sich Abbi Glines dabei gedacht hat, nachdem sie mit „Verführt“ einen so wundervollen Roman geschaffen hatte.

Abschließend möchte ich euch noch mein Lieblingszitat zeigen, welches mich vollkommen umgehauen hat – und das nicht gerade im positiven Sinne.

Er war so hinreißend schön! Ich ließ meine Augen über seinen Körper schweifen. Nichts hätte ihn noch vollkommener machen können. Außer…
„Rush?“
„Ja?“
„Könntest du dir nicht deine Brustwarzen piercen lassen?“, fragte ich und überraschte mich mit dieser Bitte selbst. (Aus: Rush of Love – Erlöst von Abbi Glines, Seite 249, Piper Verlag)

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1 Kommentar

  1. Herba

    Es war auf jeden Fall ein Erlebnis Dir beim Lesen zuzuschauen bzw zuzuhören *lol*

Kommentare sind deaktiviert.

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