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Band 1: „Maja & Motte – Ach, du dicker Hund!“ von Antje Szillat

Titel: Maja und Motte – Ach, du dicker Hund!
Autor:  Antje Szillat
Illustratorin: Nina Dulleck
Erscheinungsdatum: 2013
ISBN: 978-3649609483
Seitenanzahl: 184
Verlag: Coppenrath

Inhalt:
Maja und Motte Hufnagel sind eineiige Zwillinge und kaum voneinander zu unterscheiden. Trotzdem könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Maja von der großen Karriere als Musicalstar träumt und recht zurückhaltend und ruhig ist, ist ihre Schwester Motte ein wahrer Wirbelwind. Das abenteuerlustige Mathegenie kann unheimlich schnell laufen und ist total in Leon verschossen, auch wenn sie das niemals zugeben würde. Wegen ihm verstößt sie auch gerne mal gegen die Regeln ihrer Eltern und geht trotzdem Waveboard fahren, obwohl Papa Georg ihr das so kurz vor dem Dreikampf verboten und sie es ihm hoch und heilig versprochen hat. Und dann ist Leon auch noch so unverschämt und taucht dort nicht auf! Zu allem Überfluss verletzt sie sich auch noch am Knie, sodass eine Teilnahme am Dreikampf, der am kommenden Samstag stattfindet, vollkommen unmöglich wird. Auf ihrem Heimweg findet sie im Park (den sie eigentlich gar nicht durchqueren soll) einen an einem Baum festgebundenen Hund, der dort ausgesetzt worden ist. Sofort verliebt sie sich in den struppigen Hund mit den großen, braunen Kulleraugen und nennt ihn Rübe. Sie hatte sich schon soooooo lange einen Hund gewünscht, also würde sie diesen hier einfach behalten. Da ihre Eltern ihr das ganz bestimmt niemals erlauben würden, versteckt sie Rübe einfach in ihrem und Majas Gartenhäuschen. Dies passt ihrer Schwester allerdings überhaupt nicht, da sie doch so große Angst vor Hunden hat.

Fazit:
„Ach, du dicker Hund!“ ist der erste Band der Reihe rund um die Zwillinge Maja und Motte aus der Feder von Antje Szillat.
Feuerrotes Haar, äußerst kreativ, aufgeweckt und für (fast) jeden Blödsinn zu haben – das sind Maja und Motte, mit denen es im Hause Hufnagel niemals langweilig werden dürfte. Ganz bestimmt ist das so!
Beide gehen in die vierte Klasse und sind einfach unzertrennlich – ein waschechtes unschlagbares Team, jawohl! Auch wenn es ab und an gewaltig zwischen den beiden kracht, halten sie doch immer wieder zusammen, wenn es brenzlig wird.
„Une pour deux, deux pour une!“ ist ihr Motto und sie erinnern sich gegenseitig regelmäßig daran. Zur Familie der beiden gehören ihre „Maman“ Isabelle, Papa Georg, Opa Rudi, das leicht durchgeknallte Tantchen Xenia und nicht zu vergessen Guido Gaus, der übergewichtige Hamster, der gerne mal seine Fähigkeiten als professioneller Ausbrecher unter Beweis stellt. Eine ganz normale Familie. Naja. Fast. Denn normal ist schließlich langweilig!
Mama Isabelle arbeitet als Opernsängerin am Theater, worauf möglicherweise auch Majas großer Traum, Musicalstar zu werden, zurück zu führen ist. Papa Georg besitzt einen Spielwarenladen namens „Koxinel“ und hat eine Schwäche für Kinderbücher. Was für ein Zufall, dass Antje Szillat des Öfteren in einem Spielwarenladen in Sarstedt, der den gleichen Namen trägt, Lesungen hält 😉
Opa Rudi steht totaaaaal auf Frau Marliese und versucht, diese mit Blumen, die er aus Mama Isabelles Garten geklaut hat, zu beeindrucken. Und dann ist da noch Tantchen Xenia, die sich für die Rettung von Ameischen einsetzt und insgesamt so ziemlich einen am Waffelchen hat. Aber genau deswegen muss man sie einfach mögen.
Maja und Motte sind einfach ein bezauberndes Zwillingspaar. Schon nach wenigen Seiten haben sie mein Herz im Sturm erobert und auch Hündchen Rübe ist auf seine schlabberig-aufgeweckte Art ein niedlicher Zeitgenosse. Wenn ich mich in den beiden wiederfinden müsste, würde ich eher zu Maja tendieren, da sie große Träume hat, jedoch furchtbare Angst davor hat, den ersten Schritt zu wagen und zum Vorsingen bei Frau Pirelli zu gehen. Außerdem denkt sie im Gegensatz zu Motte über die Konsequenzen ihres Handels nach, lässt sich von ihrer Schwester allerdings auch immer wieder dazu überreden, sie bei ihren manchmal ausweglosen Dummheiten zu unterstützen.
Gemeinsam besitzen Maja und Motte ein Briefbuch, das „BB“, welches sie von Tantchen Xenia geschenkt bekommen haben. Dort schreiben sie jeden Tag hinein, egal, wie zerstritten sie gerade sind. Indem sie Rübe und Mottes demoliertes Knie vor ihren Eltern verstecken, verlangt die oftmals unvernünftige Motte unheimlich viel von ihrer Schwester, was diese teilweise auch an ihre Grenzen treibt. Sei es das Versprechen, niemals zu Lügen oder ihre Angst vor Hunden. Doch aus dieser Situation können beide wirklich viel mitnehmen. Dabei steht vor allem der Zusammenhalt in guten wie in schlechten Zeiten im Mittelpunkt. Auf seine Schwester kann man sich einfach immer verlassen. Ganz bestimmt ist das so!
Die Aufmachung des Buches ist genauso zuckersüß wie der Inhalt. Vor jedem Kapitel gibt es von jeder Schwester einen Eintrag inklusive Zeichnungen in ihr Briefbuch, welche ziemlich lustig sind. Zwischendurch befinden sich auch im Verlauf des Textes immer wieder kleine Illustrationen, die zur jeweiligen Situation, die gerade beschrieben wird, passen. Für diese war die Zeichnerin Nina Dulleck zuständig, die eine unheimlich niedliche Arbeit abgeliefert hat. Neben den leicht verständlichen Texten ist auch die Schrift kindgerecht groß geschrieben und die Kapitel sind nicht allzu lang, sodass sie sich wunderbar zum Vor- und Selbstlesen ab dem Grundschulalter eignen.
Antje Szillat ist bekannt für ihre unschlagbaren Sprüche, die sie immer wieder in ihre Geschichten mit einfließen lässt. So bezeichnen sich Maja und Motte untereinander gerne als „Gorgonzolanudel“ oder als „schrecklich treulose Tomatenschwester“. Dies sorgt immer wieder für ein wundervolles Lesevergnügen und entlockt so manchen Lachanfall.
„Maja & Motte – Ach, du dicker Hund!“ von Antje Szillat ist ein wunderbares Zusammenspiel aus Humor, einer spielerischen Art, Dinge zu erklären und spektakulärer Spannung, sowie einem Hauch Dramatik (Stichwort: Socke!). Dies sorgt für großartige Unterhaltung für Jung und Alt. Ganz bestimmt ist das so!

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2 Kommentare

  1. E. L.

    Eine spannende Geschichte, die man unbedingt weiter empfehlen muß.
    Da Weihnachten vor der Tür steht muß man nicht lange überlegen, was man Kindern schenkt.
    Also ran und bestellen!!!!!!!
    Liebe Grüße und ,, Frohe Weihnachten „

  2. Anja Schröder

    Das unterschreibe ich so! Tolle Rezension, tolle Autorin, tolle neue Buchreihe!!

Kommentare sind deaktiviert.