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Band 2: „Legend – Schwelender Sturm“ von Marie Lu

Titel: Legend – Schwelender Sturm
Autor: Marie Lu
Originaltitel: Prodigy
Übersetzer: Sandra Knuffinke, Jessika Komina
Erscheinungsdatum: 2013
ISBN: 978-3785573952
Seitenanzahl: 442
Verlag: Loewe

Inhalt:
Endlich haben Day und June Las Vegas erreicht und begeben sich auf die Suche nach den Patrioten, um dort Unterschlupf und vor allem Hilfe zu bekommen. Day ist schwer verletzt und muss dringend ärztlich behandelt werden. Kaum sind sie auf den Straßen von Vegas angekommen, verbreitet sich die Nachricht, dass der alte Elektor tot ist und Anden, sein Sohn, seine Nachfolge antreten wird wie ein Lauffeuer. Doch Anden scheint Probleme haben, das Vertrauen der Bevölkerung der Republik zu erlangen und auch mit dem Senat gibt es Unstimmigkeiten. Day und June werden daraufhin endlich von den Patrioten gefunden und in deren Hauptquartier gebracht, wo Days Bein behandelt wird. Doch der Preis dafür ist hoch, denn die beiden müssen sich den Rebellen anschließen – und deren Ziel ist ein Mordanschlag auf den neuen Elektor.

Fazit:
„Schwelender Sturm“ ist der zweite Band der „Legend“-Trilogie von Marie Lu. Dieser Band schließt direkt an die Geschehnisse aus „Fallender Himmel“ an und beginnt mit Days und Junes Eintreffen in Las Vegas, wo sie auf der Suche nach dem Hauptquartier der Patrioten sind. In den passenden Verkleidungen mischen sich die beiden meist gesuchten Personen der gesamten Republik unters Volk und schaffen es nach Days Zusammenbruch tatsächlich an ihr Ziel, nachdem Kaede sie gefunden und dorthin gebracht hat. Razor, der Anführer der Patrioten, bietet ihnen die notwendige ärztliche Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach Days kleinem Bruder Eden an, der sich im Gewahrsam der Republik befindet und an einer fast unheilbaren Seuche leidet. Doch der Preis dafür ist unheimlich hoch, denn Day und June sollen die Patrioten bei einem Mordanschlag auf den neuen Elektor unterstützen und dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Day und June harmonieren trotz ihrer vollkommen unterschiedlichen Herkunft unheimlich gut miteinander. Doch aus der bedingungslos geglaubten Liebe entstehen schon bald eine Menge Zweifel, da die beiden auf Grund ihrer Mission getrennt und ihre Gefühle füreinander auf eine harte Probe gestellt werden. Tess, die bereits mit Day gemeinsam ums Überleben gekämpft hat, bevor June in sein Leben getreten ist, ist schon vor den beiden zu den Patrioten gestoßen und hat sich ihnen angeschlossen. Aus ihren Gefühlen Day gegenüber macht sie kein Geheimnis, doch er hat sie bisher nur als eine Art kleine Schwester gesehen, die er vor Allem beschützen muss. Sie macht allerdings deutlich, dass sie nicht auf seine Hilfe angewiesen ist und sehr gut alleine zurechtkommt, da sie nicht mehr das kleine Mädchen von damals, sondern zu einer jungen Frau heran gewachsen ist.
June muss sich währenddessen das Vertrauen von Anden, dem neuen Elektor, verdienen, was jedoch nicht allzu schwer fällt, da der junge Mann ebenfalls Gefühle für sie hegt. Er weiht sie in Dinge ein, die nicht an die Öffentlichkeit geraten sind und erzählt ihr von seinen Plänen, was June daran zweifeln lässt, ob wirklich Anden das Problem der Republik ist und der Mordanschlag das Richtige ist. Diese Zweifel entwickeln sich zu einem Plan, der die Liebe zwischen Day und June auf eine harte Probe stellt.
Wie bereits im ersten Band „Fallender Himmel“ wechseln sich die Sichtweisen von Day und June kapitelweise ab, sodass man als Leser einen genauen Einblick in die Gefühlswelt, die Gedanken und die Sichtweise der momentanen Geschehnisse erhält. Durch den flüssigen Schreibstil ist ein guter Lesefluss garantiert und der spannende Verlauf der Geschichte motiviert immer wieder aufs Neue zum Weiterlesen. Marie Lu hat mit diesem futuristischen Szenario eine völlig andere Entwicklung der Welt beschrieben, als man es aus anderen Dystopien kennt. Besonders spannend fand ich die Geschichte über die Entstehung der Republik und das, was „außerhalb“ geschieht, denn häufig ist meine erste Frage beim Lesen von Dystopien „Wie konnte es dazu kommen?“
Beim Lesen des ersten Bandes „Fallender Himmel“ ist mit bereits aufgefallen, dass es sich um ein wirklich gutes Buch mit komplexer Story handelt, allerdings habe ich es nicht geschafft, eine persönliche Beziehung zu den Charakteren zu entwickeln, die mich mit ihnen mitfiebern hat lassen (da ich eine recht emotionale Leserin bin, ist das eher ungewöhnlich). Leider ist mir dieses Phänomen beim zweiten Band erneut aufgefallen. Den Grund dafür kenne ich leider selbst nicht, weswegen dies weniger mit der Qualität dieser Reihe zu tun hat, als mit meinem persönlichen Empfinden.
Trotzdem hat Marie Lu mit „Schwelender Sturm“ erneut eine spannende Geschichte rund um Day und June entwickelt und man kann gespannt sein, wie die Geschichte im abschließenden Band dieser Trilogie ausgehen wird. Somit ist es der Autorin gelungen, eine würdige Fortsetzung zu schaffen, die es getrost mit seinem Vorgänger aufnehmen kann.

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1 Kommentar

  1. CasusAngelus

    Hast du es also endlich geschafft, das Buch zu beenden? 😉 Ich fands in diesem Band auch toll, dass näher darauf eingegangen wurde, wie die Republik entstanden ist. Mir spukt bei Dystopien nämlich immer genau die gleiche Frage im Kopf rum, wie dir ^^

Kommentare sind deaktiviert.

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