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Vanden Plas in Kaiserslautern am 27.06.2014

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Ro-CatIch habe es doch schon immer gesagt – tragt Chucks! Da kann der Schuh sonst wie bequem sein – beim langen Stehen bei Konzerten wird dann sofort rumgepienzt, dass die Füße weh tun. Ich würde sonst ja sagen, dass das schwindende Durchhaltevermögen („Ich hab Rückenschmerzen!“) wohl am Alter liegt, aber in diesem Fall wäre das wohl nicht sonderlich zutreffend, da wir das Durchschnittsalter wieder mal um etwa 25-30 Jahre gesenkt haben. Ich möchte jetzt aber nicht über Schuhe reden (trotzdem: tragt Chucks! Es gibt nichts Besseres!), sondern über den gestrigen Tourauftakt der „Netherworld“-Tour von Vanden Plas. EinkäufeDiesmal war mein Krümelmonster mit mir und Ro on Tour und wir hatten einen richtig schönen Tag in Kaiserslautern. Während Mann drei Paar Schuhe (wo wir wieder beim Thema wären…) kaufen musste, haben wir die Buchhandlung leer geräumt. Wir waren ein wenig zu früh am Kammgarn und doch ziemlich überrascht, gellende Leere vorzufinden (in Frankfurt stehen die Leute immer schon Stunden vorher da, um dann bei der Vorband vor Erschöpfung umzufallen). Als wir dann schließlich drin waren, hat Ro erstmal das gesamte Merch-Sortiment aufgekauft – sorry an die, die nichts mehr bekommen haben 😛 Wir haben uns mit drei Singles und einem Schlüsselanhänger zufrieden gegeben. Jetzt hoffe ich mal, dass die Eintracht nicht mitbekommt, dass ich eine 1. FCK-CD im Regal stehen habe, sonst fliege ich gleich hochkant aus dem Verein und kann meinen Zumba-Kurs vergessen…
Leider gab es neben den T-Shirts und Longsleeves keine Hoodies – eine echte Marktlücke im Vanden Plas-Shop =(

WinterlandPünktlich um 20 Uhr ging es los mit Winterland. Wir hatten zwar schon mal reingehört, aber live ist es ja meistens alles nochmal ganz anders… Nun ja, es mag wohl an unserem doch recht jungen Alter gelegen haben, dass dies für uns ein echter Reinfall war. Das Krümelmonster hat mir mit Schmerzensgeld gedroht (normalerweise liegt seine Schmerzgrenze bei Ludus Danielis, doch das hat das Fass zum überlaufen gebracht), ich hatte Helene Fischer im Kopf und habe schwer gelitten und Ro war ebenfalls der Ohnmacht nahe. Das ist natürlich alles Geschmackssache und es schienen unheimlich viele Winterland-Fans anwesend gewesen zu sein, die diese Art des Alte-Männer-Schlagers wohl mögen. Doch auch die zwei Damen mittleren Alters vor uns schienen nicht allzu begeistert, denn sie machten irgendwann Yoga-Übungen, lachten sich über irgendwelche merkwürdigen Dinge kaputt und waren einfach furchtbar peinlich. Insgesamt war das Publikum recht seltsam, mal von dem recht hohen Altersdurchschnitt abgesehen. Zwischendrin hopsten ein paar Kinder herum, die offensichtlich von ihren Eltern mitgeschleppt wurden (und hoffentlich bei weitem nicht so traumatisiert waren, wie ich damals bei den Leningrad Cowboys am 27. Juni 1997 – das werde ich meinen Eltern NIEMALS verzeihen!). Ansonsten ziemlich viele… Oldies. Da fragt man sich doch wirklich, wo unsere Altersgruppe eigentlich abgeblieben ist. Wahrscheinlich bei den Saltatio Mortis- und Lord of the Lost-Konzerten…

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Um 20:45 Uhr beendete Winterland ihren Auftritt und es ging in die Umbauphase. Doch bis 20 nach 9 passierte nicht viel. Die Leute wurden unruhig, Ro und Krümelmonster jammerten, dass ihnen die Füße wehtun (Chucks, Leute, Chucks!!), usw. usf.Andy2
Mit „Holes in the Sky“ ging es dann endlich los. Das Publikum brauchte einige Anläufe, um endlich warm zu werden, doch irgendwann brach dann endlich das Eis und es wurde ziemlich warm im Kammgarn. Soweit wir das überblicken konnten, war es ziemlich voll, aber nicht ausverkauft. Es scheint aber in der Stadt noch mehr los gewesen zu sein, sodass die Auswahl der Ausgehmöglichkeiten an diesem Abend recht breit gefächert war. Ein Glück ist in Frankfurt nie was los, sodass wir solche Probleme nicht haben 😛

thorstenDas Programm bestand aus einer bunten Mischung aus neueren und älteren Songs. U.a. „Christ O“, „Postcard to God“, eine 20-minütige Version von „Silently“ und als Zugabe „How many Tears“ waren schon ziemlich cool. Vom neuen Album „Chronicles of the Immortals – Netherworld Part 1“ spielten sie das Intro, „The Black Knight“, „God Maker“, „Soul Alliance“ und überraschender Weise „Misery Affection“. Dabei bewies Andy, dass das Lied auch ohne die wundervolle Julia Steingaß unglaublich schön ist. Es war so ein unheimlich gutes Konzert und die 2 Stunden waren einfach viel zu schnell vorbei. Wir hatten unheimlich viel Spaß dabei und selbst das Krümelmonster, den ich mehr oder weniger gezwungen habe, mitzukommen, fand es doch irgendwie ganz gut, obwohl er sonst die Augen verdreht, sobald Vanden Plas läuft. Die Rache dafür folgt am 03. Juli, wenn wir auf seinen Wunsch hin zusammen nach Köln fahren, um uns Babymetal anzusehen. Wahrscheinlich ist dort das Publikum noch älter *hust*, oder wir sind von ziemlich vielen hysterisch-kreischenden Cosplayern umgeben…  Na gute Nacht!
Auch der Ton war diesmal richtig gut, nachdem unser erster Kammgarn-Besuch eher desaströs, als amüsant war.
Ich habe in den letzten Jahren unheimlich viele Bands live gesehen. Die letzten Konzerte haben mich allesamt gelangweilt (vielen Dank an dieser Stelle an Lord of the Lost für das schlechteste Konzert, das ich je gesehen habe – diese Arroganz und Selbstverliebtheit ist leider nicht mehr länger zu ertragen…), doch der gestrige Abend konnte mich endlich mal wieder Andyüberzeugen, dass die Musikbranche noch nicht gänzlich verloren ist. Fernab von Mainstream und Kommerz ist Vanden Plas eine Band, die ihre Sache wirklich gut und mit Herzblut macht. Und das soll bitte auch so bleiben 😉

Vielen, vielen Dank an Vanden Plas für dieses großartige Konzert und den wunderbaren Tourauftakt – es war uns ein Fest!

Wer sich die Chance, Vanden Plas live zu sehen, nicht entgehen lassen möchte, hat an folgenden Terminen noch einmal die Möglichkeit:

Ende1

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4 Kommentare

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  1. DiePoe

    OH MEIN GOTT, Du warst mal bei den Leningrad Cowboys?!?! Wie geil!!! Wie kultig!!!!

  2. Herba

    Kuckt der Mann dir auf dem vorletzten Bild genau in die Kamera????

    1. little_dhampir

      Sieht so aus… 😉

  3. E. L.

    Was? Der hat Dir direkt in die Kamera geguckt und Dir ist nicht vor Schreck die Kamera aus der Hand gefallen?
    Aber Dein Herz hat Freudensprünge gemacht.

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