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„Nimm das Glück in beide Hände“ von Antje Szillat

Titel: Nimm das Glück in beide Hände
Autor: Antje Szillat
Erscheinungsdatum: 2014
ISBN: 978-3746630557
Seitenanzahl: 269
Verlag: Aufbau Taschenbuch

Inhalt:
„Herzlichen Glückwunsch, Frau Obermueller, Sie sind schwanger!“, ruft Frau Doktor Riemknecht-Dose voller Begeisterung aus und verpasst Clara einen gehörigen Schrecken. Ihr Leben könnte chaotischer nicht sein. Wenn ihre zwei Töchter nicht gerade den Kindergarten aufmischen, halten sie ihre Mama auf Trab, das Haus muss gehütet werden und Hund Maya vergeht sich regelmäßig an ihrem niegelnagelneuen Rollrasen. Ihr Mann Paul arbeitet währenddessen auf einer Großbaustelle in China und ist somit kaum zu Hause. Doch Clara hat es satt, ständig nur Mutter und Hausfrau zu sein, denn sie vermisst die Berufstätigkeit. Trotz der erneutes Schwangerschaft gibt es also kaum etwas, das sie jetzt noch davon abhalten kann, ihren Traum zu verwirklichen.

Fazit:
„Nimm das Glück in beide Hände“ ist ein herrlich-amüsanter Frauenroman aus der Feder von Antje Szillat.
Die Protagonistin ist die sympathisch-chaotische Clara Obermueller (mit ue!), die wirklich kein einziges Fettnäpfchen und keinen Hundehaufen auslassen kann. Trotz ihrer zwei kleinen Mädchen im Kindergartenalter sehnt sie sich danach, wieder zu arbeiten, so wie andere Frauen in ihrem Alter es auch tun. Sie hat es satt, „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein, während ihr Mann Paul, der als Architekt arbeitet, ständig in der Weltgeschichte unterwegs ist. Zwar arbeitet sie drei Mal die Woche im Jeansladen ihrer besten Freundin Katja, doch wirklich erfüllend ist das für sie nicht. Zu Katja gibt es nicht viel sagen, denn die ist doof. Im Laufe der Geschichte spielen Doro, die ebenfalls für Katja arbeitet, und Julia, eine Mama aus dem Kindergarten eine wichtige Rolle in Claras Leben. Auch ihre garstige Schwiegermutter Henrietta trägt ihren Teil dazu bei. So mancher mag sich in den Dialogen zwischen Clara und Henrietta womöglich wiedererkennen. Insgesamt hat Clara einen sehr hohen Wiedererkennungswert für den Leser, was sie insgesamt nur noch sympathischer macht.
Ihr großer Traum ist es, einen Teeladen zu eröffnen, doch dies bringt einige Hürden mich sich. Darunter zählen u.a. ihr Mann Paul, der strikt dagegen ist, sowie die eigene Überwindung, sich zu diesem großen Schritt zu trauen, der nicht nur finanziell ein großes Wagnis darstellt.
Teeliebhaber dürften mit diesem Roman in einen ganz besonderen Genuss kommen, aber auch Nicht-Teetrinker wie ich hatten Unmengen an Spaß damit. Antje Szillat hat einen unverwechselbaren Schreibstil (nur sie kommt auf Wörter wie Oberschlammblödkotzkuh!), der mich immer wieder sehr zum Lachen gebracht hat.
Was ich der lieben Antje Szillat in diesem Roman jedoch wirklich übel nehme ist die Erwähnung von Helene Fischer. Ist es nicht schon schlimm genug, diese Frau in den Medien, auf Plakaten, einfach ÜBERALL zu sehen und zu hören ist? Und dann taucht die auch noch in „Nimm das Glück in beide Hände auf“… Das „Atemlos“-Zitat hat übrigens für einen Ohrwurm gesorgt, der mich fast dazu getrieben hat, vor Verzweiflung vom Bürostuhl zu springen…
Aber der Gesamteindruck war für mich durchweg positiv, und das, obwohl ich noch nie zuvor einen reinen Frauenroman gelesen habe.
Hach… war das schön! Selten habe ich bei einem Buch so viel gelacht und so viele Dinge wieder entdeckt, die ich von mir selbst kenne. Clara und ihre tollkühne Bande hat sich von der ersten Seite an in mein Herz geschlichen und für ein wundervolles Lesevergnügen gesorgt!

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1 Kommentar

  1. CasusAngelus

    Klingt echt lustig 🙂 Wenn du jetzt deinen ersten Frauenroman gelesen hast und begeistert davon warst, wirds jetzt aber auch mal Zeit, dass du „Die Mütter-Mafia“ angehst 😉

Kommentare sind deaktiviert.

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