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Band 1: „Das verrückte Leben der Jessie Jefferson“ von Paige Toon

Titel: Das verrückte Leben der Jessie Jefferson
Autor: Paige Toon
Originaltitel: The Accidental Life of Jessie Jefferson
Übersetzer: Gisela Schmitt
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-3959670234
Seitenanzahl: 304
Verlag: HarperCollins ; direkt beim Verlag bestellen



Inhalt:
An ihrem 15. Geburtstag verliert Jessie durch einen tragischen Unfall ihre Mutter, was sie vollkommen aus der Bahn wirft. Sie beginnt, sich von ihren alten Freunden abzuwenden und schließt sich einer neuen Gruppe an, bei denen sie zu trinken und zu rauchen anfängt. Mit ihrem Stiefvater Stu kommt sie nicht allzu gut zurecht und schließlich kommt die Frage nach ihrem leiblichen Vater auf. Ihre Mutter hatte nie die Gelegenheit, ihr von ihm zu erzählen, bevor sie viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde, doch Stu scheint mehr zu wissen, als es den Anschein hat.

Fazit:
„Das verrückte Leben der Jessie Jefferson“ ist der erste Band der „Jessie Jefferson“-Reihe von Paige Toon.
Über die Bücher dieser Autorin habe ich schon relativ viel positives gehört und war neugierig, was sie wohl zu bieten hat. Nach ihrer „Johnny Jefferson“-Reihe (Band 1: Du bist mein Stern / Band 2: Diesmal für immer), die zuvor im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen ist, handelt es sich hier um eine Art Spinoff-Reihe, die von Johnnys Tochter Jessie, von der er bisher nichts wusste, handelt.
Jessie ist eine rebellierende Teenagerin, die den tragischen Tod ihrer Mutter nicht verkraften kann. Dadurch neigt sie dazu, Dummheiten zu begehen und steckt voller Frustration und Trauer. Diese versucht sie, mit Kippen und Alkohol auszuschalten, doch es will ihr nicht so recht gelingen. Schließlich stellt sie sich die Frage, wer eigentlich ihr leiblicher Vater ist und durch ihr hohes Maß an Überredungskünsten schafft sie es letztendlich, die Wahrheit aus ihrem Stiefvater herauszukitzeln. Bei ihrem Vater handelt es sich um keinen geringeren als Johnny Jefferson, den momentan erfolgreichsten und beliebtesten Rockstar der Welt, der vor 16 Jahren eine kurze Affäre mit Candy, Jessies Mutter, gehabt hatte. Jessies Welt steht Kopf und sie kann es kaum erwarten, ihren Vater kennenzulernen.
Der Widmung am Anfang des Buches kann man entnehmen, dass es sich hierbei scheinbar um das erste Jugendbuch aus der Feder von Paige Toon handelt. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme, in ihren Stil reinzukommen, da dieser teilweise sehr gezwungen wirkte. Dies hat sich allerdings relativ schnell gelegt, sodass sich die Seiten bald wie von selbst lasen. Die Geschichte an sich hat mir recht gut gefallen, wobei sie eher vor sich hin geplätschert ist und über keine herausragenden Höhepunkte verfügt.
Jessie ist ein schwieriger Charakter. Ein typischer pubertierender Teenager eben, der zusätzlich mit dem Verlust seiner Mutter zu kämpfen hat. Mit ihrer Ankunft in L.A. rückt dieses Thema jedoch in den Hintergrund und es beginnen einige emotionale Dramen, die vergleichsweise seicht behandelt werden.
Ohne Vorkenntnis der beiden „Johnny Jefferson“-Romane wirkt Johnny sehr blass, beinahe schon langweilig. Wenn man bedenkt, dass er ein skandallastiger Rockstar mit vielen Problemen sein soll, konnte er mich nun in der perfekten Vaterrolle nicht allzu sehr überzeugen. Eine Vorkenntnis wäre deswegen empfehlenswert.

„Das verrückte Leben der Jessie Jefferson“ von Paige Toon hat mich gut unterhalten und ist für einen Young Adult-Roman in der Tat sehr seicht und jugendlich gehalten. Teilweise plätscherte mir die Geschichte jedoch zu sehr dahin und es hätte ruhig ein wenig verrückter und aufregender zugehen können.

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