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Teil 1: „Royal Me – The Masquerade“ von Tina Köpke

Titel: Royal Me – The Masquerade
Autor: Tina Köpke
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-1540715098
Seitenanzahl: 156
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Inhalt:
Nach einem Anschlag auf das russische Königshaus und den tragischen Tod der Prinzessin befinden sich auch all die anderen Thronerben in tödlicher Gefahr. Eine Terrororganisation hat es auf das Leben der königlichen Nachkommen abgesehen, weswegen diese allesamt auf der Isle of Mull in Schottland in Sicherheit gebracht werden.

Fazit:
„The Masquerade“ ist der erste Band der „Royal me“-Reihe von Tina Köpke.
Die Grundgeschichte, die erzählt wird, ist ziemlich dramatisch. Die russische Prinzessin wurde entführt und in einer Live-Übertragung im Fernsehn von Terroristen enthauptet. Diese haben auch all den anderen Königsfamilien gedroht, ihre Sprößlinge zu töten. Darauf folgte eine sofortige Evakuierung der zum Großteil jungen Erwachsenen. Nichtsahnend werden diese auf eine alte Burg auf der Isle of Mull verfrachtet, wo sie ab sofort auf unbestimmte Zeit zusammengepfercht leben sollen, denn schließlich würde niemand auf die Idee kommen, dass sich sämtliche Prinzen und Prinzessinnen ausgerechnet auf einer Burg in Schottland aufhalten.
Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen einiger ausgewählter Royals erzählt. Durch die Ich-Perspektive braucht man allerdings ein wenig, ehe man durchblickt, wer nun wer ist. Dies schafft leider auch eine gewisse Distanz zu den Charakteren, da es einfach zu viele Protagonisten gibt und man sich auf niemanden so richtig konzentrieren kann. Zwar verfolgen alle denselben Handlungsstrang, jedoch wirkt vor allem der ständige Perspektivwechsel teils sehr verwirrend.
Die Grundidee, dass die Royals von Terroristen bedroht werden, empfinde ich als ziemlich spannend. Die Umsetzung dieses heiklen Themas ist meiner Meinung nach im ersten Band jedoch eher suboptimal gelungen. Statt sich auf den vorangegangenen, ziemlich schockierenden Mord, die drohende Gefahr und die Ängste der Beteiligten zu konzentrieren, steht nur das Kennenlernen, der Luxus und die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. An dieser Stelle hätte die Autorin meiner Meinung nach viel mehr rausholen können, denn es steckt viel Potential in der Geschichte. Mir ist zwar bewusst, dass das Hauptthema dieser Reihe auf dem Romance-Anteil liegen soll, doch dann hätte man wahrscheinlich eher einen anderen Aufhänger als eine Rebellengruppierung mit terroristischen Motiven wählen sollen.
Auch weist die Handlung einige Schwächen auf, die ich nicht so recht nachvollziehen konnte. Der Showdown, den ich an dieser Stelle nicht spoilern möchte, hätte vieles rausreißen können, allerdings hat es mir auch dort an Emotionalität und Spannung gefehlt.
Was ich jedoch positiv hervorheben möchte, ist die Tatsache, dass die Autorin trotz der inhaltlichen Schwächen recht gut schreiben kann. Der Stil ist sehr flüssig und auch, wenn das Lektorat an einigen Stellen ziemlich gepennt hat, lässt sich dieses Buch im Novellenformat sehr zügig und flüssig lesen.
Tina Köpke hat in „Royal Me – The Masquerade“ ein spannendes Thema aufgegriffen, dessen Umsetzung zumindest im ersten Teil leider noch nicht sonderlich gut geglückt ist. Nun liegt die Hoffnung auf dem zweiten Band, der für März 2017 angekündigt ist.

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