„Love Lust Faith + Dreams“ von Thirty Seconds to Mars

Künstler: Thirty Seconds to Mars
Albumtitel: Love Lust Faith + Dreams
Erscheinungsdatum: 17. Mai 2013
Label: Capitol (Universal)
ASIN: B00BUT5I84


Thirty Seconds to Mars sind zurück – und zwar anders als erwartet. Mit dem alten Stil von Jared, Tomo und Shannon hat „Love Lust Faith + Dreams“ nicht mehr allzu viel zu tun.
Mit „Birth“ begeben wir uns auf eine Reise zu einem völlig neuen Planeten – alles zuvor dagewesene stellt sich damit in den Schatten – nun lernen wir die neuen Jungs von Thirty Seconds to Mars kennen. Beim ersten Hören dieses Songs war ich doch etwas schockiert und habe das Album fast abgeschrieben. Doch mit einem nahtlosen Übergang geht „Birth“ in „Conquistador“ über, dessen Musikvideo bereits vorab veröffentlich wurde. „We will, we will, we will rise again!“ brüllt der Chor und ja, so kann man das wohl nennen. Mit diesem Hammer-Song erheben sich die drei Jungs aus ihrer Präsenzpause und präsentieren einen gewohnt epischen Mars-Sound.
Weiter geht’s mit „Up in the Air“, der ersten Single-Auskopplung, die bereits jeder Mars-Fan in und auswendig kennen sollte. Ungewohntes UTZ-UTZ-UTZ lassen diesen Song beim ersten Hören ungewohnt erscheinen, aber diese geile Tanznummer ist einfach großartig!
„City of Angels“ ist ein ruhigerer Song, der ebenfalls in der gewohnten Mars-Manier glänzt.
„The Race“ fängt erneut ziemlich elektrolastig an, ist aber ein Song, der besonders live sehr viel Spaß machen wird.
Eines meiner persönlichen Highlights auf diesem Album ist „End of all Days“ – was für ein Song! Er sorgt für eine sehr bedrückende und dystopische Stimmung und man hat das Gefühl, dass Jared all seinen Schmerz mit Hilfe seiner qualvollen Stimme heraus schreit. Damit sorgt er immer wieder für Gänsehautmomente – vom Niveau her kann es dieser Song durchaus mit „Hurricane“ aufnehmen, der wie ich finde beste Mars-Song.
Darauf folgt sofort mein nächstes Highlight – „Pyres of Varanasi“. Absolut nicht Mars-typisch, aber eine richtig geile Dance-Nummer mit beinahe orientalischen Klängen. Geil, geil, geil!
„Bright Lights“ ist ein ganz netter Song, nichts überragendes, aber doch recht schön.
„Do or die“ klingt wieder vollkommen nach den alten Mars-Alben, nur dass auch dies wieder Elektroelemente mit rockigen Sounds vermischt.
„Convergence“ klingt ein wenig merkwürdig und ist ein Instrumentalstück, welches man auch genauso gut hätte weglassen können.
„Northern Lights“ ist ebenfalls ein großartiger Song. Ich habe jedes Mal das Bedürfnis, zu diesem Song durch die Gegend zu tanzen und finde die Melodie einfach großartig. Ein Ohrwurm ist es zudem auch noch und… hach.
Mit „Depuis le Début“ endet das Album. Der Song haut mich nicht mehr ganz von den Socken, aber ein gutes Album ist eben durchwachsen – sonst wäre es ja langweilig.
Tja, was soll ich sagen. Ich habe absolut nicht viel erwartet. Und was habe ich bekommen? Mein absolutes Jahreshighlight! Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Album so überzeugen könnte. Überzeugen ist untertrieben. Ich liebe es. Es schlägt sogar seinen Vorgänger „This is War“ um Längen. Es hat gefühlte 100 Jahre gedauert, bis „Love Lust Faith + Dreams“ erschienen ist. Jedes Lied passt in eine der vier Kategorien und immer wieder sagt eine Frauenstimme, zu welcher der jeweilige Song gehört. Dieses Album ist recht elektrolastig, beinhaltet aber auch einige Mars-typische Songs, die die Fans, die dem ganzen eher kritisch gegenüber stehen, trotzdem zufrieden stellen dürften.
Insgesamt ein großartiges Album, in dem sich Thirty Seconds to Mars ganz neu erfinden und es ist ihnen gelungen, trotz der Wandlung ihre Genialität zu wahren. Geil!

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1 Kommentar

    • Elke Lehmann on 21. Mai 2013 at 21:23

    Die Länge der Rezension ist sehr vielversprechend und die Begeisterung ist zu spüren.
    Also nicht lange zappeln und selber rein hören.
    DANKE ,,Littel Dhampir“ !!!!!!

Kommentare sind deaktiviert.