Band 1: „Nacht des Begehrens“ von Kresley Cole

Titel: Nacht des Begehrens
Autor: Kresley Cole
Originaltitel: A Hunger Like No Other
Übersetzer: Bettina Oder
Erscheinungsdatum: 2008
ISBN: 978-3802581748
Seitenanzahl: 448
Verlag: Egmont Lyx


Inhalt:
Emmaline, teils Vampir, teils Walküre ist auf der Suche nach Informationen über ihre Eltern. In Paris begegnet sie Lachlain, dem König der Lykae, der felsenfest behauptet, sie seie seine Gefährtin. Als er sie auf sein Schloss entführt, wird Emma mit der Zeit klar, dass der Hass, dem sie ihm entgegenbringt vielleicht nicht gerechtfertigt ist. Als sich dann auch noch die Vampire auf die Suche nach ihr machen, tut Lachlain alles, um seine Gefährtin zu beschützen.

Fazit:
Ich war sehr skeptisch, was Kresley Cole’s Immortals after Dark Serie anging. Sie war von Anfang an ein großer Name in der Romantic-Fantasy Szene, doch ich war mir nicht sicher, ob mich Storys über Walküren und Werwölfe wirklich fesseln können, da ich hauptsächlich auf vamps stehe. Aber Kresley hat mich überzeugt! Sie hat einen unglaublichen Schreibstil, es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, auch wenn ich Lachlain anfangs sehr… aufdringlich fand.

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Band 1: „Estelle – Dein Blut so rot“ von Bianka Minte-König

Titel: Die dunkle Chronik der Vanderborgs 1: Estelle – Dein Blut so rot
Autor: Bianka Minte-König
Erscheinungsdatum: 2010
ISBN: 978-3800095247
Seitenanzahl: 464
Verlag: Otherworld Verlag

Inhalt:
Während einer Reise in die Karpaten wird die junge Frau Estelle vom Blitz getroffen, als ihr Vater seine Vampirfangmaschine testet. Dabei stirbt ihre Seele und die der Vampirin Eleonore wird in ihren Körper gezogen. Nachdem zunächt Verwirrung herrschte, gewöhnt sie sich schnell an Estelles Körper und tritt in ihre Fußstapfen, in der Hoffnung, dass der Fluch, der seit Jahrhunderten auf ihr lastet verschwunden ist und das Glück sie endlich ereilt. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr, denn sie darf die verbotene Liebe zu ihrem Bruder Friedrich nicht eingehen und wird einem Anderen versprochen. Als sie den jungen Leutnant Amadeus kennen lernt, droht sie an der Liebe zu ihm zu zerbrechen, da sie diese vor ihrem untreuen und gewalttätigen Ehemann geheim halten muss. Aber das Glück scheint sie für immer verlassen zu haben…

Fazit:
Bianka Minte-König hat sich bereits in der Jugendliteratur einen großen Namen gemacht. Nun startet sie mit ihrer historischen Vampirromanreihe, die auf drei Bände angelegt ist, in die Literatur der Erwachsenenwelt.
Protagonistin im ersten Band ihrer „Vanderborg“-Reihe ist die Vampirin Eleonore, die seit über 400 Jahren auf der Suche nach den Nachfahren des Grafen von Przytulek, um Rache an ihnen zu nehmen, da dieser sie einst auf grausamste Weise ermorden ließ.
Nachdem ihre Seele in Estelles Körper eingeschlossen findet sie im Laufe der Geschichte die Liebe zu ihrem Bruder Friedrich, die sie jedoch aus moralischen Gründen zurückweisen muss. Bei seinem besten Freund Amadeus jedoch findet sie die Liebe, die sie sich immer gewünscht hat. Doch sie ist bereits dem reichen Karolus Utz versprochen worden. So muss sie ein Leben im Schatten der Gesellschaft führen, um ihre Liebe zu Amadeus vor Utz zu schützen.
Diese tragische Liebesgeschichte hat mehr Tiefen als Höhen, denn sobald Estelle denkt, dass alles gut werden würde, trifft sie ein weiterer Schicksalsschlag.
Sie hat keine Chance, sich von ihrem gewalttätigen Ehemann zu lösen und muss somit ein Leben als Ehebrecherin leben, mit der ständigen Angst, von ihrem Mann ertappt zu werden.

Der Schreibstil ist der Sprache des frühen 20. Jahrhunderts sehr schön angepasst und der aufkeimende Expressionismus steht oft im Vordergrund. Die geschichtlichen Hintergründe waren beeindruckend gut recherchiert.
Ein offenes Ende macht sofort neugierig darauf, wie es in Band 2 weiter geht, in dem es um Estelles und Amadeus‘ Tocher Amanda geht.

Mir hat das Buch recht gut gefallen und freue mich schon auf den zweiten Band, der im Frühjahr 2011 erscheinen wird.

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Diskussion: e-Medien oder konventionelle Bücher?

Das e-Book wird das alte, konventionelle Buch niemals vertreiben können.

Meine Meinung ist über das ganze Thema sehr geteilt, denn es gibt viele positive, jedoch auch eine Menge negative Aspekte.

Da ich selbst in einer Bibliothek arbeite, bekomme ich die verstärkte Nutzung von e-Medien natürlich in seinem ganzen Ausmaß mit. Deswegen werde ich das ganze Thema mal aus der Sicht einer Bibliothek beschreiben und welche Auswirkungen das hat.

E-Medien umfassen natürlich ein großes Angebot, dazu gehören e-Books, e-Journals (Zeitschriften), e-Paper (Zeitungen), e-Audio, e-Video und e-Musik, diese sind natürlich alle online Verfügbar und für den Benutzer über die sogenannte „Onleihe“ erreichbar.

Ich fange einfach mal mit den positiven Aspekten aus Sicht der Benutzer an.
-E-Medien sind für die Benutzer immer und überall erreichbar, da sie online sind und unabhängig von den Öffnungszeiten verfügbar sind
-Die Rückgabe erfolgt immer automatisch, der Benutzer muss sich also nicht erst zur Bibliothek begeben und es können keine Mahngebühren entstehen
-E-Medien sind sehr Platz sparend, da viele Dateien auf einem Gerät verfügbar sind
-Der Download vom Server der Bibliothek ist legal

Und nun die Vorteile aus der Sicht der Bibliothek (zum Teil gilt das auch für den Buchhandel)
-Das Angebot wird schnell erweitert und neue Zielgruppen können hinzu gewonnen werden
-Zeitersparnis bei der Beratung und der Geschäftsgang an der Ausleihe entfällt
-E-Medien weisen keinerlei Verschleißspuren auf
-Kein Diebstahl möglich
-Zeitschriften und Zeitungen können Platz sparend auf Dauer archiviert werden
-Die Einarbeitung geht sehr schnell von statten

Nun kommen die negativen Aspekte aus Sicht der Benutzer
-Zum Download der e-Medien wird ein PC mit Internetanschluss benötigt
-Zur Zeit gibt es noch eine geringere Auswahl (im Buchhandel steigt sie ständig an und ist schon recht gut ausgebaut, in Bibliotheken jedoch ist die Auswahl noch recht gering)
-Es ist keine Verlängerung möglich, d.h. der Benutzer müsste sich das e-Medium neu per Onleihe ausleihen
-Es besteht nur eine kurze Ausleihfrist
-Die Geräte sind nicht immer mit dem e-Medium kompatibel

Die Nachteile der Bibliotheken (zum Teil gilt das auch für den Buchhandel)
-Dadurch, dass die Benutzer die e-Medien von zu Hause herunterladen können, kommen natürlich weniger Benutzer in die Bilbiothek/Buchhandlung
-Das Fachwissen ist bei den Mitarbeitern noch nicht allzu verbreitet (extra Schulungen sind nötig)
-Eventueller Personalabbau, da weniger Benutzer die Beratung in Anspruch nehmen und durch die Onleihe die konventionelle Ausleihe in Bibliotheken weniger gebraucht wird (bzw. die Kasse in Buchhandlungen)
-Es ist eine Etatverlagerung möglich, da auch für den Kauf von e-Medien Geld benötigt wird

Auch im Allgemeinen bieten e-Books jede Menge vor- und Nachteile

Vorteile:
-Platz sparend (kein Regal benötigt)
-Schnellere Aktualisierung von Daten (z.B. Lexika und Wörterbücher)
-In den USA sind Druckausgaben beispielsweise teurer, als die e-Book-Ausgaben (e-Books kosten dort immer 10 $)
-Es entstehen keine Lagerkosten für die Verleger
-Keine Lieferzeit -> schneller beim Kunden
-Es sind immer die aktuellsten Ausgaben verfügbar
-E-Medien können sowohl direkt im Buchhandel, als auch Online gekauft werden

Die Nachteile:
-Hohe Anschaffungskosten für den e-Book-Reader
-Reader sind sehr empfindlich und gehen schnell kaputt – Bücher dagegen sind resistenter 😉
-Die Reader sind nicht immer mit dem File kompatibel, es kommt also immer auf das Format an
-Das Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten, ist nicht unbedingt vorhanden
-Es sind keine Spontankäufe möglich, wenn man den Reader nicht dabei hat
-Im Moment ist das Angebot noch sehr begrenzt
-Bei vielen Readern ist der Speicherplatz noch nicht erweiterbar, das heißt, wenn der Speicher voll ist, muss man entweder einen neuen Reader kaufen, oder sich von vorhandenen e-Books trennen

Im Großen und Ganzen sind e-Books sehr praktisch, da sie gerade durch den Speicherplatz einiges an Daten aufnehmen können.

Meine Meinung stellt sich trotzdem immer noch gänzlich gegen e-Books, denn für den privaten Gebrauch sind sie vollkommen schwachsinnig.

Studenten haben einen großen Nutzen an den e-Medien, da immer das aktuellste Material zur Verfügung stellt und jeder erinnert sich wahrscheinlich ungern an seine eigene Studienzeit, wie man dutzende von schweren Büchern aus der Bibliothek geschleppt hat.

Bei Privatpersonen würde mir zum Beispiel das „besitzen“ fehlen. Wer möchte schon gerne seinen Reader zeigen mit dem Kommentar „Schau mal! Da sind 3 GB Bücher drauf!“. Ein Regal voller Bücher ist da doch viel ansehnlicher =)

Auch was das Durchhaltevermögen betrifft, bevorzuge ich Bücher, denn wenn so ein Reader 1-2 Mal runter fällt, ist er kaputt. Bücher dagegen kriegen vielleicht einen Knick im Titelblatt, mehr aber auch nicht.

E-Books sind also schon ganz nett, werden aber die Bücher niemals vertreiben können.

[Little Dhampir, 08. August 2010]

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